Field Recording mit App-Unterstützung

Hörversion des Artikels:


Passend zum Themenblock Sampling & Field Recording, also dem Einfangen und Bearbeiten von Instrumentalklängen und Geräuschen, widmen wir uns in diesem Artikel der Aufnahme von Sounds.

Vielleicht willst du das Gehör Deiner Schüler*innen oder den kreativen Umgang mit Sounds schulen? Erwiesenermaßen fällt es Jugendlichen heutzutage ziemlich schwer, über einen längeren Zeitraum aufmerksam zuzuhören. Um dem entgegenzuwirken kann man jetzt ganz old school versuchen, eine dreistündige Sinfonie aufzulegen und predigen, dass sich das Zuhören wirklich lohnt, ... ooooder: ihr nutzt die Neuen Medien, um mit einem gepflegten Field Recording das Interesse der Schüler*innen zu wecken und eine intrinsische Hörmotivation auszulösen.

Als Field Recording bezeichnet man das Aufnehmen von Alltags- und Naturgeräuschen. Was lange als Experiment für Nerds galt, ist längst in der aktuellen Musik angekommen. Künstler wie Kyoka nutzen die eingefangenen Klänge als Grundlage für ihre Musikproduktionen und verfremden diese mithilfe von verschiedenen Effekten bis man den Ursprung kaum noch erkennt. Optional kann man das Konzept natürlich auf Instrumentalklänge ausweiten und Töne, Akkorde oder Improvisationen aufnehmen.


Klänge aller Art lassen sich natürlich optimal mit entsprechendem Studio-Equipment (Mikrofon, Mischpult etc.) aufnehmen. Will man jedoch mobil sein und möglicherweise zur Klangsuche nach draußen gehen, kommt eher ein mobiles Aufnahmegerät, wie z.B. der Klassiker ZOOM H6 oder TASCAM DR 40X, infrage.

Die optimalsten Arbeitsbedingungen jedoch schafft man, indem man Equipment nutzt, das den Schüler*innen auch privat zur Verfügung steht. Auf diese Weise kann man individuelle Aufgaben verteilen und die Chance besteht, dass die kreativen Prozesse auch in das Leben außerhalb von Instrumental- und Musikunterricht übergehen.

Letztere Option erfordert eine App zur Audioaufnahme, ein Paar Kopfhörer und ein Ansteckmikrofon. Das Mikrofon ist aber nur ein Extra für besseren Klang; das Field Recording kann theoretisch auch mithilfe des integrierten Handymikrofons umgesetzt werden.


Der Vorteil der App-Nutzung ist neben der Verfügbarkeit und Mobilität auch die Option der Katalogisierung. Sounds und Geräusche, die aufgenommen wurden, können innerhalb einer App oder in Ordnern auf dem Smartphone sortiert und wie eine Klangbibliothek angelegt werden.


Geeignete Apps für dieses Projekt sind:

  1. Zoom Handyrecorder-App

  2. Røde Rec

  3. ShurePlus MOTIV

Theoretisch kann natürlich auch einfach die auf den meisten Smartphones und Tablet enthaltene Hersteller-App für Sprach- & Tonaufnahmen genutzt werden.


In den folgenden Artikeln geht es ganz praktisch um das Aufnehmen und Verarbeiten der Sounds. Hast du bereits Klänge aufgenommen, die sich besonders gut eignen? Schreib gern eine Mail und lass es uns wissen! :-)

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