Online-Fortbildung mit Fortsetzung

Nachdem die ersten Webinare direkt ausgebucht waren, gehen die afam.®-Fortbildungen in die nächste Runde. Diesmal habe ich mich entschlossen, drei verschiedene Themenschwerpunkte zu setzen: Hören, Spielen & Produzieren.

Grundgedanke ist es, allen Teilnehmer*innen die Möglichkeit zu bieten, sich erzieht mit einem Themenfeld zu befassen. Natürlich sind grundsätzlich alle drei Anwendungsgebiete für sowohl Instrumental- als auch Musikschullehrer*innen sehr interessant, aber natürlich ist auch klar: Unsere Zeit ist begrenzt. Daher scheint es empfehlenswert, erstmal Bereiche kennenzulernen, deren direkte Anwendung im Unterricht erfolgen kann.

Eine allgemeine Einführung zur musikpädagogischen Nutzung Neuer Medien wird es natürlich in jedem Webinar geben.



Hören:

Hören als fundamentale Musiker-Kompetenz will gelernt sein. Nicht nur die Sensibilität hinsichtlich Klangqualität und -vielfalt muss trainiert werden, sondern auch traditionelle Übungen in rhythmischer und tonaler Gehörbildung können mithilfe von Neuen Medien umgesetzt werden. Neben den Übeeinheiten am Instrument geraten Nebenfächer wie Gehörbildung häufig in den Hintergrund. Dennoch sind entsprechende Fertigkeiten für eine umfassende musikalische Ausbildung unerlässlich. Häufig scheitern Hörübungen daran, dass ein Partner fehlt, der entsprechende Übungen vor- spielt. Dies gelingt meist nur im Instrumentalunterricht durch die Integration entsprechender Übungen seitens der Lehrkraft. Gerade die Gehörschulung lebt jedoch von eher kurzem, dafür regelmäßigem Training, um schrittweise Verbesserungen zu erzielen.

Die Zeit zu nutzen, die SchülerInnen täglich ohnehin mit dem Smartphone verbringen, erscheint daher als ideale Lösung für die Bearbeitung solcher Unterrichtsinhalte.


Spielen:

Zahlreiche musikalisch-technische Prozesse im Instrumentalunterricht lassen sich durch app-basierte Übungen ergänzen und sorgen so für spielerische und zugleich vielseitige Lernszenarien. Die auf dem Markt verfügbaren Apps sind zahlreich und so ist bereits die Auswahl ein langwieriger Prozess. Umso wichtiger ist es, dass Sie als Lehrkraft eine möglichst konkrete Vorstellung von der methodischen Vorgehensweise haben.

Die Arbeit mit Apps ist vergleichbar mit dem Surfen im Internet: Wenn man genau weiß, was man sucht, kann man zielstrebig recherchieren, die wichtigen Informationen erkennen und wieder offline gehen. Lässt man sich jedoch von den unendlichen Möglichkeiten des World Wide Web ablenken, ist die Gefahr groß, gedankenlos wertvolle Zeit zu verschenken. Mit Neuen Medien ist es oft ähnlich, denn die technischen Möglichkeiten und potenziellen Funktionen vieler Apps sind so umfangreich, dass man schnell Tage mit dem bloßen Experimentieren verbringen kann – ohne dabei an der konkreten Unterrichtsplanung zu arbeiten. Dies ist auch ein Kritikpunkt, der häufig angeführt wird. Die Arbeit mit Apps wird gern als „Spielerei“ abgetan, die wenig zielführend sei. Fehlt der entsprechende Fokus, kann das natürlich zutreffen. Achten Sie daher unbedingt darauf, sich bereits vorab ein konkretes inhaltliches Konzept für Ihre Unterrichts- einheiten zu überlegen. Werden Smartphone oder Tablet als Werkzeug eingesetzt, so dient die Integration Neuer Medien dem Unterrichtsziel und wird auch von SchülerInnen nicht als Ablenkung empfunden. Sobald jedoch der entsprechende Fokus fehlt, kann mit ziellosem Umhertippen auf dem Bildschirm schnell eine ganze Unterrichtsstunde vergehen. Es ist daher von großer Wichtigkeit, dass Lehrkräfte sich in Fortbildungen und Lern- gruppen im Kollegenkreis ausgiebig mit den interessant erscheinenden Apps auseinan- dersetzen und die funktionalen Möglichkeiten spielerisch erkunden. Nur so kann die Arbeit im eigentlichen Unterricht entsprechend zielführend gestaltet werden – und unnötige Zeiteinbußen werden vermieden.


Produzieren:

Producing kombiniert alle Fähigkeiten, die InstrumentalschülerInnen im Einzelnen erlernt haben, und trägt zur Festigung des erlangten Wissens bei, indem dieses direkt praktisch angewendet wird.

Zahlreiche Apps ermöglichen verschiedenste Herangehensweisen an das Producing, die Sie individuell an Ihre Unterrichtssituation anpassen können. Ähnlich der Arbeit mit Notations-Apps kann hier komponiert werden, die Vorgehensweise gestaltet sich jedoch deutlich praxisorientierter. Mithilfe digitaler Instrumente, Effektgeräte und der Möglichkeit zur Audioaufnahme können hier vom Schüler oder der Schülerin eingespielte und postproduktiv bearbeitete Bausteine zu ganzen Songs zusammengefügt werden. Die entsprechenden Projekte können zudem durch die Freigabe-Option kollektiv bearbeitet, als exportiertes Datenpaket versendet oder als Audio-Datei exportiert werden. Für den Instrumentalunterricht interessant ist neben der Möglichkeit des Songwriting auch die Kreation pädagogischer Inhalte. Sowohl Schüler oder Schülerin als auch Lehrkraft haben mit entsprechenden Producing-Apps die Möglichkeit, situativ erforderliche Audiofiles zu produzieren. Dieser Schritt kombiniert alle vorangegangenen Schlüsselqualifikationen zu einem kreativen und umfassenden Schaffensprozess, bei dem unter anderem eigene Play-alongs, Übungen und klangästhetische Experimente entstehen können. Auf diese Weise kann zum Beispiel zu einem bestehenden Solostück die entsprechende Bandbegleitung komponiert oder komplexe Rhythmen können mit spontan erstellten komplementären Patterns trainiert werden.



Im Rahmen der afam.®-Fortbildungen, die hoffentlich auch bald wieder "in echt" stattfinden können, gibt es neben einer allgemeinen methodischen Einführung konkreten Input zum jeweiligen Kapitel. Praktische Übungen, methodische Überlegungen und Unterrichtskonzepte, die direkt anwendbar sind, erleichtern den kreativen Einstieg in das Feld der Neuen Medien. Am Ende jedes Webinars gibt es natürlich die Möglichkeit für Fragen und Austausch.

Die Anmeldung zu den Webinaren erfolgt über die Kurs-Seite. Ein Klick auf den "Jetzt buchen"-Button öffnet automatisch das Email-Fenster. Alternativ kann eine Mail an info[at]afam-online.de gesendet werden

Hier einfach kurz Datum und Uhrzeit des Kurses nennen, der gebucht werden soll. Es folgt dann in Kürze eine Bestätigung mit Zahlungsinformationen und organisatorischen Details.

Ich freue mich, viele Leser*innen bei den Webinar persönlich kennenzulernen! :-)

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